Vielen Dank für die offene Kommunikation, Frau Emigholz - Bremer Klüngel at its best
Wieder einmal bekommen wir vorgeführt, wie man’s nicht macht. Gestern stand es in der “Süddeutschen”, heute, am 19.02.2009, lesen wir im “Westfalen-Blatt” (http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/bielefeld.php?id=35806&artikel=1) endlich wieder mal was neues über die offensichtlich im dichten Gestrüpp von “linker Hand und rechter Tasche” stattfindende Intendantenkür.
Vielen Dank Frau Emigholz, dass sie sich so getreu an ihr Versprechen halten, das sie der Veranstaltung der Theaterfreunde im Oktober gegeben haben. Das ist also die “brutalstmögliche” Offenheit - na dann viel Spaß! So macht man sich offensichtlich Freunde, zumindest in Bielefeld
Der Wortlaut der Meldung im Westfalen-Blatt:
Bielefeld (uj). Der Bielefelder Theaterintendant Michael Heicks soll laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu den vier Kandidaten gehören, die bei der Suche nach einem neuen Generalintendanten für das Theater Bremen in die engste Wahl gezogen wurden.
Die SZ hatte gestern gemeldet, dass die Findungskommission sich neben Heicks auf Res Bosshart (früherer Intendant am Theater Meiningen), Cornelia Preissinger (künstlerische Betriebsdirektorin an der Oper Hannover) und Michael Börgerding (früherer Chefdramaturg am Hamburger Thalia-Theater) geeinigt habe. Dem Bericht zufolge handelt es sich um »Kandidaten aus der zweiten Reihe«. Als Grund dafür wird die karge finanzielle Ausstattung des Bremer Vier-Sparten-Hauses genannt, das mit einem Budget von 24 Millionen Euro nurmehr »zweite Liga« sei.
Die Presseabteilung des Theaters Bielefeld dementiert, dass sich Michael Heicks auf die Intendantenstelle in Bremen beworben haben soll. Heicks selbst, der gestern an einer Tagung des Deutschen Bühnenvereins in Düsseldorf teilnahm, war telefonisch nicht zu erreichen.
Auch die Bremer Kulturbehörde weist den Bericht über die Kandidatenliste zurück. Es treffe nicht zu, dass die vier genannten Namen in die Endauswahl gekommen seien, ließ die Behörde verlauten.
Der Weser-Kurier in Bremen geht von einer gezielten Indiskretion aus. Jemand aus der Findungskommission habe offenbar vier falsche Namen in Umlauf gebracht, um letztendlich einen anderen Favoriten ins Rennen zu schicken. OB Pit Clausen zeigte sich von der Nachricht völlig überrascht: »Ich weiß davon nichts.« Auch die Vorsitzende der Theater- und Konzertfreunde, Christiane Pfitzner, sieht keinen Sinn in einer Bewerbung seitens Michael Heicks’. »Das Theater Bielefeld ist im mittleren Bereich ein sehr angesehenes Haus«, sagte die Theko-Vorsitzende. Eine Bewerbung an ein in Verruf geratenes Haus wie Bremen mache keinen Sinn.
Eine derartige Behauptung aufzustellen, grenze schon an Rufmord, sagte Christiane Pfitzner.
Am 20. Februar 2010 um 16:37 Uhr
Dio mio, was erwarten Sie denn? Dass jeder potentielle Kandidat mit den Theaterfreunden erörtert wird? So findet Bremen nie einen Intendanten. Lasst doch die Kommission in Ruhe, man erfährt es dann schon rechtzeitig, auf wen die Wahl gefallen ist.
Am 20. Februar 2010 um 16:39 Uhr
Was erwarten Sie denn? Dass jeder Kandidat einzeln mit Ihnen diskutiert wird??? So findet Bremen ganz sicher keinen neuen Intendanten.