Endlich!!!
Voxart am 18. November 2010Rotenburg an der Wümme, am 18.11.2010
Online lesen bei Weser Kurer:
Weser Kurier lesen:
http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Kultur/266733/Betriebsrat+des+Theaters+schreibt+offenen+Brief.html
Endlich verhält sich der Kultursenator und endlich sind die wunderbaren Ecken und Kanten des Bremer Theaters wieder da und man kann Dirk Bauer nur loben: den Frey dorthin schicken, wohin er hingehört: nämlich in die Belanglosigkeit. Einer, der als Generalintendant mit solchen Argumenten frotzelt, es hätte ihm an Controlling gefehlt, hat seine sieben Sachen nicht beieinander. Er war als GI selbst ein Teil des Controllings. Ergo: Menschen wie Frey dürfen nicht an solch verantwortungsvolle Positionen. Als Mensch ist er belanglos, als vermeintlich Kuturschaffender gehört er unter Verschluss in einen Giftschrank. Das ist leider nicht neu. Viele wollten es nicht für wahr haben. Heute sind wir darüber zum Glück hier in Bremen klar. Ich freu mich auf Börgerding: schade, dass das noch so lange dauert!
Frey kanns nicht lassen
Voxart am 16. November 2010Rotenburg an der Wümme
Wieviel Eitelkeit steckt in diesem Mann, dass er von seiner Berliner Insel aus sich einen Redakteur vom Weser Kurier dorthin bestellt und jetzt klagt und trotzt, wie ein kleiner “Teubelknabe”. Ich rufe ihm nach, es war nicht das Geld an erster Stelle, sondern die fehlenden Inhalte. Aber bei Frey kommt am Theater halt erst das Pekuniäre und erst dann die Kunst. Er kann beides nicht. Dass er von Berlin aus wettert im Weser Kurier, macht ihn um so billiger. Hat der keinen Coach, der ihn in solchen Momenten festschnallt?
Ich will von Frey weder was hören noch was sehen
Voxart am 19. Oktober 2010So ähnlich, muss es aus der Kulturbehörde schallen!
Rotenburg an der Wümme, am 19. Oktober 2010
Man soll heute den Weser Kurier lesen. “Die Kulturbehörde will mich nicht mehr”, titelt’s im Kulturteil, und es ist ein Zitat von Frey selbst. Und ich finde, Frey hat recht! Ja, Bremen will diesen Eventhajopay nicht mehr: wir lassen ihn gerne ziehen, nach St.Petersburg, wo er wunderbarst hochglänzende Operevents organisieren soll. Er wird sich eine goldene Nase verdienen dabei, dabei nicht glücklich sein, weil er im Innern ganz genau weiß, dass er auf allen Bahnen, die das Theater so wunderbar hergibt, versagt hat und, dass man ihn einfach nicht mehr lässt; ans Theater!!! Zum Glück, bundesweit!!! Eines interessiert dann aber doch einen wie mich, der sich aus Rotenburg an der Wümme so sehr fürs Bremer Theater seit Jahren hergibt, welche Summe muss ich mir denn vorstellen, wenn in einem Auflösungsvertrag so davon gesprochen wird: was bekommt Herr Frey fürs Nixtun nach seinem Desasterschaffen? Auch hier wird mal wieder offenbar; der Normalbürger, der sein Ding in den Sand setzt, zahlt. In anderen Ebenen kann man als Generalintendant Millionen in den Sand setzen, ein Theater und sein Ruf ruinieren, unprofessionell sich an einem künstlerischen Betrieb vergegen, um Auflösung des Vertrages bitten und eine Abfindung darüberhinaus einheimsen: das ist der Stoff des bürgerlichen Unfriedens, das ist der Stoff, aus dem die Wut gegen ein Ackermann oder einer Hypo entsteht und das ist der Stoff, aus dem sich der Widerstand in Stuttgart zurecht zuschneiden lässt. Ich kann nur hoffen, dass sich diese Widerstände vermehren. Lassen wir doch Frey ziehen. Einen guten Anwalt und die Abfindung konfiszieren und in den Haushalt des Bremer Theaters zurückführen. Soll er nach St. Petersburg; Hauptsache schnell und weit, vorallem unerreichbar weit weg.
Ich wünschte ihm ne Insel, ganz für sich, um nachzudenken, innezuhalten und, um ihn von jedwelchen künstlerischen Prozessen schlicht fernhalten zu können: er kann es nicht!
Premiere “DNA” im Schauspielhaus
kalle_B am 12. September 2010Da offensichtlich von den üblichen Bloggern keiner da war, nutze ich einmal die Gelegenheit und schreibe selbst über eine Premiere am Bremer Theater (bevor Schlimmeres passiert):
In dieser Spielzeit hat die kleinste Sparte die Gelegenheit bekommen, das Schauspielhaus zu eröffen. Das Moks hat sich mit DNA von Dennis Kelly ein äußerst kompliziertes Stück vorgenommen und sehr sehenswert auf die Bühne gebracht. Besonders auffällig dabei: Es handelt sich um ein Stück, das elf Schauspielerinnen und Schauspieler erfordert, deshalb war die Unternehmung nur durch personelle Hilfe aus dem Schauspielensemble und aus der Hannoveraner Schauspielschule zu leisten. Und das so etwas plötzlich möglich ist, lässt Gutes für die Zukunft erhoffen.
Die Geschichte ist genauso spannend wie ergreifend: In einer Gruppe von Jugendlichen gerät die Gewalt außer Kontrolle und einer (Adam) stürzt in einen tiefen Schacht, so dass die anderen glauben müssen, dass er tot ist. Was jetzt? Ein Underdog (Phil), reflektiert, schlau und deshalb von der Gruppe ausgestoßen, entwirft einen Plan, der die Aufmerksamkeit der Behörden von den Jugendlichen ablenkt und nahelegt, dass Adam von einem Unbekannten entführt worden ist. Da Phil offensichtlich ein fleißiger Krimileser ist, oder wenigstens regelmäßig CSI schaut, sorgt er dafür, dass alle Tatortpuren auf diesen unbekannten deuten, sogar falsche DNA lässt er platzieren. Da sein Plan Erfolg hat, wird er der neue Anführer der Gruppe. Dass darüber seine Beziehung zu Leah zerbricht, nimmt er in Kauf, es erscheint ihm wichtiger Freunde zu haben, als eine Freundin. Als dann gegen alle Wahrscheinlichkeit ein Schuldiger auf Grund der falschen Spuren verhaftet wird und auch Adam wieder auftaucht, zeigt Phil, dass ihm Macht mittlerweile wichtiger ist, als Gerechtigkeit. Um die Gruppe zu schützen, lässt er Adam ein zweites Mal ermorden.
Die Krimigeschichte ist etwas konstruiert, aber um sie geht es im Grunde auch gar nicht. DNA ist eine modernes Lehrstück darüber, wie sich die Machtverhältnisse in Gruppen verändern, und wie schnell sich Menschen (nicht nur junge!) zu unmenschlichem Verhalten verführen lassen. Das Weltbild dieses Stückes ist brutal, aber in dieser gnadenlosen Sicht liegt die große Stärke von Stück und Inszenierung – beides lässt immer wieder an Filme von Larry Clark denken. Und mit der Frage wie eine Gesellschaft es zulassen kann, dass sich Jungendliche zu solchen Monstern entwickeln, verlässt man diesen eindruckvollen Theaterabend.
Der Regisseur Michael Talke setzt ganz auf Fähigkeiten seines Ensembles und seine Rechnung geht auf, denn die elf Schauspielerinnen und Schauspieler zeigen eine so geschlossene und motivierte Leistung, dass es eine Freude ist Ihnen zuzusehen.
Das Bühnenbild von Iris Holstein lässt den Treffpunkt der Gruppe im Wald genauso assoziieren, wie ein Tiergehege im Zoo.
Ich hoffe nur, dass nicht nur Schüler den Weg ins Schauspielhaus finden, um sich DNA anzusehen.
Da Pontes Carmen
hardy am 8. September 2010Ich bleibe dabei , wir brauchen Carmen - weil viele bremerInnen solche events lieben - , wir brauchen die seebühne - weil viele bremerInnen die sonnenuntergänge über dem weserstrom geniessen - , wir brauchen den seebühnenkapitän Frey - weil dieser sich neben Dresden und Petersburg auch in bremen einmal positiv beweisen soll , um sich zu rehabilitieren - , also : Da Ponte übernehmen Sie !
Zur Premiere von Shakespeares „Was ihr wollt” am Theater Bremen - Regie Robert Schuster
philipp am 3. September 2010“Es hat der Schuster Robert zum Shakespeare sich entzückt,
was er als Schuster tat, das tut er noch: er flickt.”
- frei zitiert und leicht abgewandelt aus Lessings „Sinngedichten” -
Robert Schuster hat sich wieder einmal am Bremer Theater versucht, nach den „Bakchen” und „Woyzeck” nun Shakespeares „Was ihr wollt”. Dieses Mal durfte er sogar die erste „Freye” Spielzeit eröffnen und nun stellt sich die Frage, ob dies wegweisend für die beiden kommenden Spielzeiten sein soll. Wenn dem so wäre, hätte das Premierenpublikum ein eindeutiges Statement mit den Füßen abgegeben. Bereits vor der Pause verließen einige Herrschaften den bereits zu Beginn nicht ausverkauften Saal. In der Pause setzte sich die Erosion dann in bisher ungekanntem Maße fort, so dass die zweite Hälfte vor deutlich vereinsamten Polstersitzen abgearbeitet wurde. Und selbst die weniger entschlussfreudigen Zuschauer, die hart gesottenen und die notorischen Claqueure konnten sich nicht zu den sonst üblichen sechs Vorhängen durchklatschen
Aber mal der Reihe nach:
Der Inhalt des Stückes, den meisten wohl bekannt, ist schnell erzählt: Viola (Varia Linnéa Sjöström) auf der Suche nach ihrem im Sturm auf dem Meer verschollenen Bruder Sebastian (Timo Lampka) strandet mit dem Kapitän (Glenn Golz) in Illyrien und nimmt als Cesario eine Stelle am Hof des Herzogs Orsino (Siegfried W. Maschek) an. Dieser ist unsterblich in die Gräfin Olivia (Gabriele Möller Lukasz) verliebt, die aber ihre Zuneigung zum Postillion d’Amour Cesario entdeckt, der für Orsino bei ihr wirbt. Parallel hierzu versucht sich im Hofstaat der Olivia eine Koalition aus den Trunkenbolden Sir Toby (Jan Byl) und Sir Andrew (Susanne Schrader) mit der Hofdame Maria (Eva Gosciejewicz) durch Intrigen des Haushofmeisters Malvolio (Guido Gallmann) zu entledigen. Diese Verwirrung eskaliert weiter durch den Auftritt von Fabian (Gerhard Palder) und Antonio (Martin Baum), dem Gefährten Sebastians. Das Finale furioso führt Sebastian zu Olivia und Cesario entledigt sich der Männerkleidung und gibt sich dem Orsino an die Hand. Bei all dem Durcheinander kann nicht auf die Einlassungen und Kommentare des Narren Feste (Irene Kleinschmidt) verzichtet werden.
Der Ort des Geschehens, gestaltet von Jens Kilian, ist ein sich nach hinten verjüngender weißer Kasten, der in Längsrichtung in einzelne rechteckige Segmente geschnitten ist. Diese Versatzstücke werden im Verlauf des Stückes von den Schauspielern nach Bedarf mit kleinen Elektrokarren nach links und rechts verschoben. Wenn es ganz und gar Drunter und Drüber gehen soll, kann eines dieser Segmente sogar rotieren, samt der in einer Ecke verschraubten Heimorgel. Auf die Rückwand des Kastens werden bei Bedarf Videos eingespielt, denn das ist Zeitgeist und darf in keiner Inszenierung mehr fehlen. Eigentlich gut anzusehen, wenn nur nicht im Hinterkopf immer die Befürchtung anklopfen würde, dass mit diesem Aufwand kaum mehr etwas übrig zu bleiben droht, um bei den folgenden Inszenierungen die Bühne zu möblieren und die Blöße der Schauspieler zu bedecken.
Apropos Blöße: Alle die getippt hatten, es würde länger als 3 Minuten dauern, lagen falsch. Kaum hat das Stück begonnen und Viola wurde von ihrem Kapitän, einem „brutalen Hund”, nass gemacht, schon fand sich die Gelegenheit und Viola sprang aus den Kleidern. Dies dürfte selbst am Theater Bremen (und für Herrn Schuster) rekordverdächtig sein.
Nachdem also dieses Stilmittel abgearbeitet ist, wird der Flickenteppich des Herrn Schuster ausgebreitet. Denn kaum glaubt man eine Idee, einen roten Faden, eine Absicht des Regisseurs entdeckt zu haben, schon kommt der nächste Gag, der nächste Hit, das nächste Spektakel, die trotz der geschlossenen und dichten Vorgabe von Shakespeare wie beliebig nebeneinander stehen. Der Betrachter bleibt mit Fragen zurück und hofft auf Klärung, allerdings vergeblich. Es ist absolut zulässig das Publikum zu verwirren, sogar zu verstören. Wenn es aber zum Selbstzweck verkommt, ist das nur ungezogen und keinesfalls lehrreich und schon gar nicht erquicklich.
Keiner versteht, warum Orsino mit einem derartigen Gemächt über der Strumpfhose ausgestattet werden muss. Vielleicht ist das nur ein Running-Gag der Regie, denn dieses Riesending kennt man schon aus den Bakchen. Siegfried Maschek scheint verzweifelt dagegen anzuspielen und gibt Orsino trotz dieser Verunstaltung derart zart und zerbrechlich, dass die Hoffnung aufkeimt, es entwickle sich eine tiefe menschliche Zuneigung zu Cesario, unabhängig von dessen Geschlecht. Das wäre doch mal ein Ansatz. Aber kaum erklärt sie sich als Viola, wird sie von ihm ungestüm zu Boden gestoßen. Ist dies der Versuch zu erklären, Orsino fühle sich bei seinem Coming-Out ertappt? Und was dann? Verstehe dies, wer will.
Ebenso versteht niemand, warum die grundsätzlich sehr interessante Idee, Olivia deutlich älter sein zu lassen als Cesario / Sebastian nicht weiter ausgearbeitet wird. Wunderbar vorbereitet von Gabriele Möller-Lukasz darf das Publikum sich nicht an ihrer Liebe zu Sebastian freuen, sondern bedauert sie, weil sie in ihrem Alter nur noch diesen Vollpfosten von geringer Reichweite - Kompliment an Timo Lampka - statt des geistig beweglichen Cesario abbekommt. Ist das die Analyse eines Herrn Schuster, ist das für ihn gesellschaftlich relevant? Gute Güte - es kann doch nicht so schwer sein, wenigsten für ein Einzelschicksal eine positive Vision zu entwickeln.
Und „wenn Musik für Liebe Nahrung ist”, wenn es also ein ganz toller Einfall sein soll, dies auch dem doofsten Zuschauer einzutrommeln, warum dürfen sich dann nicht die Schauspieler in den Vordergrund spielen, die ihr Instrument wirklich beherrschen?
Was mag wohl hinter der Idee stehen, Fabian als notgeilen, leicht debilen Priester vorzuführen? Nur um den Preis, sich ein paar Lacher auf Kosten von vergewaltigten Messdienern einzufangen?
Das kann wohl kaum die „silberklare Handschrift, die Profil und einen ernsthaften Willen zur Werknähe beweist” sein, die im stets wohlwollenden Weserkurier (Ausgabe vom 27.08.2010) dem Regisseur unterstellt wird.
Dessen Arbeiten werden „zwar kontrovers aufgenommen, aber als Regie-Rebell im provokanten Sinne gilt er nicht” (ebenda). Das ist wohl war, die Frage bleibt, was er dann ist
- ein Regie-Rebell im kleinbürgerlichen Retro-Look?
- ein Regie-Rebell im opportunistischen Sinne?
- ein Regie-Rebell mit Vorabend-Programm-Gruseln, von Werbepausen unterbrochen?
Kurzum: Die Schauspieler geben ihr Bestes, soweit das im Rahmen der Vorgaben der Regie überhaupt möglich ist. Einige schaffen in diesem Korsett wenigstens Augenblicke tiefer Berührung, andere hinterlassen den Eindruck, sie könnten nicht, auch wenn sie dürften. Das Publikum hat mit den Füßen abgestimmt und wenn man es sich schon mit der gutbürgerlichen Premierenklientel verscherzt, dann bleibt abzuwarten, ob dieser Verlust auf der anderen Seite wieder hereingeholt werden kann.
Ich bin da skeptisch und zweifle immer mehr an meiner Hoffnung, in Bremen könne es so etwas wie eine kritische, befruchtende und lehrreiche Begleitung durch das staatliche Theater geben.
Denn, da wir gerade bei Lessings Sinngedichten klauen:
“…..Die Reime hör’ ich wohl; den Stachel fühl’ ich nicht”,
so lesen wir im „Stachelreim” und es passt so gut:
Armer Shakespeare,
armer Schuster,
armes Theater Bremen !
Wie weiter und was kommt und was geht
Voxart am 17. August 2010Ich kann die Zweifel gegenüber dem neuen Intendanten verstehen, und dass es noch so lange dauert, und dass man den Spielplan des Theaters boulevardesk hält, von Anfang einer noch nicht eröffneten Spielzeit…und es sind, es bleiben Hajopay’s Wegefährten .Vielleicht auch mal inne halten und sagen, von wo kommt es? Erinnern wir uns an den OberNichtWisser, der gegen die Findungs Kommission Herrn Frey holte. Diese Verantwortung, auch die Finanzielle, Seebühne jetzt noch dazu…Leute schaut Euch den Kastendieck an, einer der Betonbau studierte und nebenher auch Kulturpolitik betrieb; ich meine, ich habe noch nie so viel Inkompetenz an so hoher Stelle erlebt…Also: Frey ist weg, Kastendieck ist weg: behalten wir sie bitte in Erinnerung und schauen und passen auf, dass die nirgendsmehr was anrichten können. Es soll heißen: Frey und Kastendieck, lasst die beiden nirgends ran, keinen Posten, keine Gelder, keine Kunst, kein Theater…mal ehrlich, Kastendieck auf anderem Posten: das könnte auch Menschenleben kosten. Wie umgehen mit den beiden nun verbleibenden Jahren? Hingehen und Widerstand leisten, nicht den Schauspielern gegenüber, aber kontern dort wo es hingehört: Klett. Klett ist eine Windfahne, unnahbar, nicht fassbar, unpolitisch: ich finde solche Menschen, wo auch immer, immer gefährlich, denn sie machen überall mit, Hauptsache Macht und Geld. Chance geben? Denen? Müssen wir? Warum nicht in die Öffentlichkeit gehen und den Wechsel bereits in einem Jahr fordern? Börgerding hat kein Theater mit Vertragsbindung usw. In zwei Jahren sind viele weg! Von alleine oder mit Börgerdings blauen Briefen….Und was, wenn die Quadriga, die Jetzige bröckelt, plötzlich wegen eines besseren Angebotes und eh schon auf dem Ab-Sprung…?Das Haus also gilt es zu schützen: ich bin ein Fan dieses Hauses, seit vielen Jahren und stehe zu diesem Haus, zu den Arbeiterinnen und Arbeitern auch hinter und neben den Bühnen, ich stehe auf die Geschichte dieses Hauses, auf die Zuschauer auch, (die meisten), ich will, dass es weiter geht und voran. Bleiben wir doch einfach wach und hauen sofort den Frey’schen Zottelmonstern auf die Finger. Von Börgerding verspreche ich mir allerdings viel und ich glaube, Bremen hat das Beste bekommen was im Moment zu bekommen war.
Neuer Intendant und andere Nachrichten
Raffaela Knack am 13. August 2010Erst müssen wir lesen, dass die leidige Seebühne, die mich mit ihrem EVENT-Charaktar von Beginn an nervte, noch einmal 300.000 € Schulden produziert hat - zusätzlich zu den 2,5 MIO € für “Marie Antoinette”! Und es zuckt offenbar keiner mehr zusammen, Motto: Bremen hat ja schon soviel (Kultur)-Gelder versenkt, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Verflucht! Dann die nächste Nachricht: ein neuer Intendant ist gefunden!
Ist das jetzt die langersehnte gute Nachricht, oder doch nicht? Aber dann ja erst in zwei Jahren… Und bis dahin müssen wir Freys Marionetten mit Boulevard-Spielplan noch ertragen… Das ist eine verdammt lange Zeit! Hoffentlich gehen dann in zwei Jahren auch die Chefdramaturen für Schauspiel und Oper bzw. jetzigen Leiter und wir bekommen NEUE!!!
Ich mag mich noch nicht freuen, bin als Bremer Theaterfan zu skeptisch geworden. Da muss man erstmal abwarten und schauen, was passiert. Aber ich hoffe, dass dann irgendwann “alles GUT” wird. Zumindest hoffe ich darauf, dass das Bremer Schauspiel wieder dahin rückt, wo es hingehört!!! Also bitte wieder Zeitgenössisches…
Neuer Generalintendant
Voxart am 13. August 2010Das was ich gestern bei Buten und Binnen gesehen habe, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von den Lippen lesen konnte, welchen Ton da plötzlich entspannt und welches Vokabular…und dass der Börgerding als erstes durch alle Abteilungen ging, schaute, sich umschaute, dass er FÜR Bremen Theater ein engagiertes und junges Theater machen will, von wo der kommt, dass er schon längst in Bremen lebt und auch gut das Pierwoß-Theater noch kennt….Ach das stimmt mich sehr zuversichtlich, wirklich, fast froh: Glückwunsch. Vorsicht! Aber irgendwie innen, in mir, stimm ich diesem Entscheid sehr zu. Der Mann setzt sich klar von Frey ab! Chapeau!